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Esoterik

 

Der Lebenssinn
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Die Lebensweg Interpretationen 36-9

36/9:   Gestalt   Beziehungen

Die Wege des Schicksals
Einführung:
Die Lebensweg-Interpretationen

36/9

9: Integrität und Weisheit
6: Vision und Annehmen
3: Ausdruck und Feingef
ühl

Die Lebensbestimmung

Menschen auf dem Lebensweg der 36/9 sind hier, um sich mit Fragen der emotionalen Ehrlichkeit, der perfektionistischen Ideale und des Selbstzweifels auseinanderzusetzen, während sie lernen, im Einklang mit der Weisheit ihres Herzens zu leben, und dadurch im Alltagsleben ein Beispiel für Integrität sind. Da uns auf unserem Pfad nichts geschenkt wird, sind auch Menschen mit der Lebenszahl 36/9 mit bedeutenden Hindernissen auf ihrem Weg konfrontiert und brauchen unter Umständen Jahre, bis sie gelernt haben, ihre eigenen Gefühle zu würdigen und höher zu bewerten als perfektionistische Ideale oder die Ansichten anderer. Eine wesentliche Herausforderung besteht für sie darin, herauszufinden, was sie wirklich fühlen, im Gegensatz zu dem, was sie meinen, fühlen zu «sollen».
Obgleich Menschen mit der Lebenszahl 36/9 ihre Lebensbestimmung mit anderen Neunen gemeinsam haben, sorgen die 3 und die 6 dafür, dass ihr Lebensweg erheblich von dem der 18/9, 27/9 oder 45/9 abweicht. Der Perfektionismus der 6 beeinflusst und verstärkt die diesen feinfühligen, feinsinnigen Menschen eigenen Selbstzweifel. Da sie den Massstab des Idealen bei sich anlegen, wird ihnen die Vorstellung, hier ein Leben in «höchster Integrität» führen zu sollen, unmöglich oder überwältigend schwer erscheinen, insbesondere deshalb, weil sie darunter «vollkommene Integrität» verstehen, statt einfach auf die Stimme ihres Herzens zu hören.
Die 3 und die 6 verstärken ausserdem die grosse Empfindlichkeit dieser Menschen gegenüber Kritik, da sie ohnehin schon leicht von den Meinungen anderer zu beeinflussen sind. Aufgrund der perfektionistischen Massstäbe, an denen sie sich messen, verzagen sie immer wieder und lassen sich entmutigen, und oft geben sie bereits auf, bevor sie überhaupt begonnen haben. Sie tragen eine Maske der Sicherheit zur Schau, aber wenn sich diese Sicherheit realisieren soll, müssen sie ihrer Neigung entgegenwirken, von manischer Selbstüberhebung in Zweifel und Depression zu verfallen. Sie müssen in dieser Tendenz eine Aufgabe auf ihrem Weg sehen, eine Hürde, die es zu überwinden gilt. Indem sie das Gesetz des Handelns (S. 483) anwenden, lernen sie, ihre Selbstzweifel zu erkennen und zu durchbrechen. Die meisten Menschen mit der Lebenszahl 36/9 haben ein unsicheres Gefühl der eigenen Mitte oder Identität; sie suchen nicht nur nach ihren wahren Gefühlen, sondern auch danach, wer sie sind. Durch die kombinierten Hürden des Selbstzweifels, des Perfektionismus und des unsicheren Identitätsgefühls neigen sie stark dazu, sich und ihren Wert im Verhältnis zu den Ansichten und Erwartungen anderer zu definieren und nach der Bestätigung dafür zu suchen, dass sie sich ideal verhalten oder die Art von Mensch sind, die den Beifall anderer findet.
Menschen auf dem Weg der 36/9 sind hier, um ihre Sicht der Dinge zu erweitern und einzusehen, dass ihre tiefsten Eingebungen sie manchmal dazu verleiten, «Fehler» zu begehen, damit sie wichtige oder gar lebensverändernde Lektionen lernen können. Schwierigkeiten, die sich durch eine bestimmte Entscheidung einstellen, bedeuten nicht unbedingt, dass die Entscheidung falsch war, dass sie vom Weg abgekommen sind oder ihrem Gefühl nicht trauen dürfen.
Zugleich müssen diese Menschen ihr Leben einer höheren Autorität unterordnen - der Weisheit, die auf ihrer innigen Verbindung zu den spirituellen Gesetzen beruht -, so dass sie ein Vorbild an Integrität sein können, wozu sie letztlich da sind. Da sie meist das Ideal anstreben anstelle dessen, was
für sie wirklich ist, kann ihnen das Gesetz der Intuition (S.
477) helfen, sich wieder der weisesten und liebevollsten Führung anzuvertrauen, die sie in ihrem Leben finden können: ihrer inneren Weisheit.
Sobald Menschen mit der Lebenszahl 36/9 sich und andere so annehmen, wie sie sind, öffnen sie sich der grössten Herausforderung ihres Lebens: der Möglichkeit, anderen mit ihrem Leben ein anspornendes Vorbild zu sein. Ein solcher Ansporn zu sein erfordert weder Heldenhaftigkeit noch Ruhm, sondern nur ein ganz normales Leben, das sich auf die höheren Gesetze des Herzens gründet, statt auf gedankliche oder körperliche Impulse.
Meist geraten Menschen mit dieser Lebenszahl irgendwann in Situationen, die ihnen klarmachen, dass sie sich wieder auf ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche besinnen müssen. Wie bereits erwähnt, ist das aufgrund ihres Vollkommenheitswahns und der starken Tendenz, ihre Ideale über ihre echten Gefühle zu stellen, eine schwere Aufgabe für sie. Man frage jemanden mit der Lebenszahl 36/9 einmal, wie er sich fühlt; die Antwort wird entsprechend seiner Idealvorstellung darüber ausfallen, wie «gut, freundlich, liebevoll, tapfer oder beschwingt» er sich fühlen müsste. Ehe die 36/9 zur Selbsterkenntnis kommen oder ganz sie selbst sein kann, muss sie sich erst ihre wahren Gefühle bewusstmachen und akzeptieren. Dann kann sie anderen gegenüber ehrlich sein, weil sie gelernt hat, ehrlich mit sich selbst zu sein - ein Prinzip, das im Gesetz der Ehrlichkeit (S. 468
) ausgedrückt ist.
Als Verstandesmenschen und Perfektionisten wollen Menschen mit der Lebenszahl 36/9 alles richtig machen, sei es beim Kochen, beim Sex oder bei Abschlussprüfungen. Sie sind im allgemeinen reizbar und nervös und reagieren gesundheitlich äusserst empfindlich auf ihren Geistes- und Gemütszustand. Beim Lernen in einer Gruppe, etwa als Schüler oder Studenten, setzen sie sich selbst unter Druck; am Anfang ist noch alles in Ordnung, doch dann beginnen sie, Vergleiche mit den anderen anzustellen, um zu sehen, «wie sie abschneiden»; meist vergleichen sie sich mit dem Klassenbesten. Durch diese Vergleiche und durch ihre unrealistisch hohen Massstäbe haben sie andauernd das Gefühl, nicht gut genug zu sein.
Sie lassen sich überwiegend durch ihre eigenen unerreichbaren Massstäbe und Werturteile, die ihrer Einbildung nach allerdings von anderen stammen, den Wind aus den Segeln nehmen und entmutigen, bis sie einen entscheidenden Sprung tun und
entdecken, dass sie im Grunde klüger, stärker und mehr wert sind, als sie bisher angenommen hatten. Wenn sie diesen Sprung wagen, hebt sich ihr Selbstwertgefühl und damit ihr Lebensmut. Dann beginnen sie, sich ihren Idealen allmählich anzunähern, statt sich gleich als Versager zu fühlen, weil sie ihnen nicht gerecht werden.
Solange sie noch nicht mit ihrer inneren Weisheit, die sowohl ihre Lebensaufgabe als auch ihr Geburtsrecht darstellt, in Fühlung sind, lernen sie im allgemeinen recht langsam durch Erfahrung. Unter Umständen wundem sie sich, wie sie bloss in ihre jeweilige Lage gekommen sind. Wenn sie Entscheidungen fällen, ohne sich deren Folgen klarzumachen, wird ihnen das Gesetz von Ursache und Wirkung, das die reale Welt regiert, auf unangenehme Weise beigebracht. Wahrend sie dazulernen, werden sie immer weiser, und am Ende geht die Saat der tiefen Weisheit in ihnen auf, so dass sie allmählich erkennen, wie, sich die spirituellen Gesetze in einen grösseren Zusammenhang einordnen.
Menschen auf dem Weg der 36/9 meiden metaphysische oder spirituelle Ideen meist eine Zeitlang, was durch eine unbewusste angstauslösende Identifikation mit den frühen Mystikern oder mit Denkern und Neuerem begründet ist, die verfolgt wurden. Sobald sie zumindest einen Teil ihrer Selbstzweifel und perfektionistischen Vorstellungen ausgeräumt haben, besinnen sie sich auf ihre intuitive Weisheit und machen von ihr Gebrauch. Dann wird die Welt zu einem Ort, den sie zu erforschen und zu verstehen suchen; die Gesetze der Wirklichkeit und dessen, was alle Dinge im Innersten bewegt, wecken ihre Neugier. Sie besitzen die Fähigkeit, Grundwahrheiten, alte Geheimnisse und die ewige Weisheit zu suchen und zu finden.
Die durch die Energie der 6 bedingte visionäre Weitsicht in Verbindung mit der Tiefe und dem Charisma der 9 und der intuitiven Feinfühligkeit der 3 verleiht diesen Menschen die aussergewöhnliche Fähigkeit, verborgene oder innere Weisheit zu erfassen. Man vergleiche einmal den analytischen schöpferischen Geist von Sigmund Freud (Lebenszahl 31/4), dem Begründer der Psychoanalyse, mit den archetypischen Entdeckungen von C. G. J
ung (Lebenszahl 36/9). Freud hatte nichts für Jungs Ideen übrig und kritisierte ihn. Jung
musste seine extremen Selbstzweifel überwinden und sich trotz der Warnungen seines Mentors auf seine eigene innere Weisheit verlassen.
Menschen mit der Lebenszahl 36/9 sollen auf dieser Erde ihre hehren Visionen und hohen Ideale mit den praktischen Gegebenheiten in ein ausgewogenes Verhältnis bringen, sich selbst und andere akzeptieren und ihre Familie, ihre Freunde sowie die ganze Welt an ihrer Weisheit teilhaben lassen. Vor allem jedoch sollen sie sich nach den spirituellen Gesetzen ausrichten, die ihr Herz ihnen intuitiv offenbart.
Das wichtigste «Lehrmittel» von Menschen mit der Lebenszahl 36/9 ist nicht der Mund, sondern ihr Beispiel Wie alle Neunen müssen sie sich stets die Worte Mahatma Gandhis vergegenwärtigen und einprägen: «Mein Leben ist meine Lehre.» Indem sie im Einklang mit ihrem Herzen leben und Frieden schliessen mit ihren Visionen, stehen sie zu sich selbst und begeben sich voll in das Leben, zu dem sie geboren wurden.

Die positive Gestalt der 36/9

 

Quellen:   - Eleonore Jacobi -   |   - Rodford Barrat -   |   - Dan Millmann - © bei den Autoren

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