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Esoterik

 

Die anderen Gründe für Krieg und Frieden

Das Thema Krieg und Frieden wurde und wird wohl überall, in allen Zeitschriften und Medien, bis zur äussersten Grenze ausgereizt. Wir möchten dieses Thema mal von einer etwas anderen Seite beleuchten:
Sehr hilfreich, wenn auch nicht ganz einfach, ist das Weglassen von Bewertungen und das Einnehmen können verschiedener Standpunkte und Blickwinkel. Um sich diesem Thema annähern zu können, müssen wir das leidige, kleinkarierte und primitive ‚Gut-Böse-Denken' überwinden. Uns wundert sehr, dass es den Menschen nicht auffällt, dass sie, solange sie noch in diesen veralteten Mustern denken, eigentlich immer Opfer sind. Ja, selbst die Täter fühlen sich gedrängt, sich für den Frieden zu wehren. Und da sie reagieren, sind sie Opfer, denn Täter agieren. Friede hat oft mehr mit Eigenverantwortung, Offenheit und Toleranz zu tun, als mit Liebe.
Gott und Liebe eignen sich offenbar nicht um Frieden zu erlangen. Wir wissen, dass dies ein wenig provokativ klingt, aber lasst uns etwas genauer hinschauen. Alle Kriege werden im Namen Gottes, im Namen der Gerechtigkeit, im Namen der Wahrheit und im Namen der Liebe geführt. Die einen verehren ihren Gott so sehr, dass sie keinen anderen Gott neben sich dulden. Andere wiederum sind in ihrer Liebe zum Vaterland oder zu ihrem PartnerIn oder zum Geld und zur Macht derart verblendet, dass sie bereit sind dafür zu kämpfen. Ja ehrlich, es ist zum Verzweifeln, der Pfarrer segnet die Panzer, Politiker geben vor, fürs Volk und ihre Rechte zu kämpfen und... und... und...
Gott sei Dank, gibt es uns Esoteriker! Ja, Du hast sie schon gesehen, sie gehen in hellen Gewändern und tragen ein immerwährendes, leicht eingefrorenes Lächeln, mit welchem sie der Finsternis Paroli bieten wollen. Sie verstehen den Begriff ‚Lichtkrieger' genau so verkehrt wie alle Krieger. Sie bekämpfen das vermeintlich ‚Böse' und bemerken nicht, dass sie dabei oft selbst lieblos werden. Gemäss dem Sprichwort: "Manche Menschen werden auf ihrem Weg zur Vollkommenheit, vollkommen... unausstehlich!"
Sie hüllen sich in Licht, um sich vor der Finsternis zu beschützen, schotten sich ab, (lat. Scindere = Sünde) und glauben, bessere Menschen zu sein. Sie bemerken nicht, dass sie durch dieses Trennen vom Nächsten sündig werden. Und dabei bekämpfen sie stets die Sündigen (...) Sie haben noch nicht wirklich erfasst, dass die Aura mehr von innen heraus gelöchert wird als von aussen. Sie sehen das Böse, genau wie ein Politiker, Soldat oder Glaubenseiferer, immer nur bei den Anderen. Diese gilt es dann in ein höheres Bewusstsein zu bekehren oder zu meiden. Sie erheben sich über andere und versuchen zu demonstrieren, wie alle anderen auch, dass sie sich natürlich für die besseren ‚guten' Ziele einsetzen. Dabei verfangen sie sich in innere wie auch äussere Kämpfe, die einfach sehr gut getarnt sind. Sie tarnen ihre ‚kleinen Kriege' mit Liebe, Spiritualität und Glaube. Nichts desto trotzt kämpfen und kämpfen sie. Das verheerendste aber ist, dass sie gegen sich selbst kämpfen, dass sie unehrlich gegenüber sich selbst sind und dass sie all ihre eigenen Fehler auf die anderen projizieren, auf ihre Feinde.
Alles hat zwei Seiten, auch Krieg und Frieden! Die andere Seite von Frieden ist Krieg, genauso wie des Krieges Gegenpol oder Geschwisterchen, der Friede ist. Damit das Spiel um Krieg oder Friede aufhört, müssen wir jedoch einen Schritt weiter gehen. Wir müssen erkennen, dass der Wunsch nach Frieden Krieg erzeugt. Ein wahrer Meister wendet sich nicht mit esoterischem Kampfgebrüll gegen den Krieg nein, er hat den Frieden in sich verwirklicht und lebt auch mit dem Krieg in Frieden. Auch Jesus und alle anderen wahren Erleuchteten wie Buddha, Mohammed etc. haben mehr die Pharisäer und Gelehrten angefochten als die Soldaten und Zöllner. Sie haben schon gewusst warum. Sie wussten, dass nicht der Krieger an sich gefährlich ist, sondern die Ideologien, welche sie herbei führen. Ideologien basieren immer auf eine sogenannten Wahrheit. Bei mangelnder Nächstenliebe (sprich Toleranz) werden sie jedoch von Andersgläubigen, die es immer geben wird, nicht befürwortet, sondern bekämpft, da diese ihre eigene Ideologie gefährdet sehen. Das Problem liegt folglich in der Intoleranz und dem Unglaube, dass alle an die selbe Wahrheit glauben sollten, damit Friede entsteht.
Friede entsteht jedoch nicht dadurch, dass alle das selbe glauben, sondern Andersdenkende offen und tolerant in ihrem Herzen aufnehmen.
Sie bemühen sich mehr darum, den anderen zu verstehen als verstanden zu werden, den anderen zu lieben als geliebt zu werden, dem anderen zur Freiheit zu verhelfen als selbst frei zu sein, den anderen glücklich zu machen als sich selbst. Ein hingebungsvoller Mensch ist glücklich, wenn die anderen glücklich sind, das ist der Schlüssel der Weisen.
So lange die Menschen nicht verstehen, dass Recht und Unrecht, Gut und Böse, eins sind, so lange hat die Menschheit keine Aussicht auf Frieden. So lange er nicht aufhört zu sündigen in dem er andere verurteilt und somit eine Trennung zwischen ihm und anderen macht, hat er keinen Anspruch und keine Chance auf ein ‚Paradies'. Nun, wie kommt der Mensch zu so einer provokanten und gefährlichen Ansicht? Dadurch, dass er sich selbst durchschaut hat. Damit, dass er erkannt hat, dass er selbst, in seinem Inneren, noch unzählige Kriege führt! Auch wenn sie nicht mehr rein materiell ausgefochten werden, es sind doch Kämpfe. Und somit herrscht Krieg in ihnen. Dies gilt für uns alle! Für unseren Zwist mit dem Nachbarn, unsere Streitereien mit dem/der PartnerIn, unserer Rivalität mit Freunden und der Konkurrenz mit unseren Vorgesetzten oder den alltäglichen Kämpfen mit unseren Kindern, im Supermarkt, am Skilift, im Autoverkehr...usw.
So wie jeder Krieg einmal ganz klein begonnen hat, so beginnt auch der Friede im Kleinen. Im ganz Kleinen. Nicht sich wehren gegen Gewalt bringt, unserer Meinung nach, letztlich Frieden, sondern unser eigenes friedliches Leben.
Bevor dieser kleine Innere Frieden nicht hergestellt ist, werden grosse Kriege stattfinden! Genau so, wie das Fass nicht durch eine Sintflut, sondern durch einen einzigen Tropfen zum Überlaufen kommt. Wenn Du wirklich einen Unterschied machen willst, dann beginne friedlich zu denken, friedlich zu fühlen, friedlich zu handeln und friedlich zu sein. Das braucht weitaus mehr Mut, als in den Krieg zu ziehen. Werde zum Frieden selbst! Bekämpfst Du das Böse und wenn auch noch so esoterisch, politisch oder gläubig, dann nährst Du es. So lange Du Kriege verurteilst, wird es sie geben, so oft wie Du Gewalt bekämpfst, wirst Du sie erleben und so lange Du glaubst im Recht zu sein, wirst Du Unrecht begegnen.
Denn noch immer gilt die alte Weisheit: Wenn keiner in den Krieg ziehen würde, dann könnten auch keine stattfinden! Gibt es denn noch andere Gründe, weshalb heutzutage einer in den Krieg zieht? Natürlich, nämlich die Angst vor den Konsequenzen. Diese ist verantwortlich dafür, dass die meisten Soldaten lieber kämpfen als arbeitslos oder im Gefängnis enden. Wäre es da nicht gut, zu ergründen, woher diese Angst kommt? Es könnte die Angst vor Schmerz, vor dem Tod sein und was glaubt Ihr, wozu sie führen wird? Genau, es führt dazu, dass die Menschen leiden und sterben, so oder so. Doch keiner stirbt mehr als einer, welcher der Angst erliegt. Ja, all die glorreichen Kämpfer und Soldaten sind im Grunde genommen schon tot, wenn sie in den Krieg ziehen. Auf dem Schlachtfeld werden sie dann nur noch umgebracht. Das ist nicht das Schlimmste, das Schlimmste ist dieser geistige Tod, dem sie bereits erlegen sind.
Und wie steht es mit Dir? Bist Du auch schon gestorben? Tust oder sagst Du ebenfalls Dinge, die Du nicht tun oder sagen würdest, wenn Du der reichste Mensch auf Erden wärst? Sei ehrlich! Was tust Du täglich so alles, was Du unter bestimmten Umständen nicht tun würdest? Finde etwas! Dann hast Du Möglichkeiten an Dir und Deinen Ängsten zu arbeiten. Dann kannst Du Deine Wiedergeburt bereits auf Erden erleben. Oder möchtest Du lieber weiterhin die Welt verändern und am Ende bemerken, dass alle Deine Bemühungen relativ unfruchtbar waren? Möchtest Du weiterhin versuchen, den Frieden herbeizubeten oder herbeizumeditieren? Möchtest Du weiterhin so tun, als ob sich verstecken und in meditativer Sicherheit sein, Friede erzeugen könnte? Wenn das funktionieren würde, dann wäre es längst schon geschehen! Was aber ist tatsächlich geschehen? Tatsächlich wüten mehr Kriege als je zuvor und alle drehen sie sich um Geld, Macht und Glaube. Geld zu haben ist sicherlich schön, davon aber nicht genug zu kriegen ist fatal. Und so ist es auch mit der Liebe, mit Macht und mit Gott. Wer hat, der kann teilen, wer nicht hat, der will es von anderen und wer zuviel davon hat, läuft Gefahr überfüllt und vergiftet zu werden. So ist es auch mit spirituellen Dingen. Nicht das Ding an und für sich ist gefährlich, sondern die Dosierung macht den Unterschied.

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