Tierkreiszeichen
 
Zwölf der insgesamt 88 astronomischen Sternbilder tragen die gleichen Namen wie die zwölf Zeichen des Tierkreises:

- Sternbilder sind willkürlich zusammengestellte Gruppen von Fixsternen. Die zwölf Tierkreissternbilder sind Sternbilder im Zodiak.
- Die Tierkreiszeichen sind im engeren Sinne zwölf Abschnitte des Zodiaks, im weiteren Sinne zwölf Embleme mehr oder weniger komplexer Bedeutung. Die zwölf konkreten Abschnitte korrelierten ursprünglich mit dem Sternenhimmel, sind aber an die astronomischen Jahreszeiten gebunden, so dass sie sich – wenn auch sehr langsam – gegenüber den Fixsternen verschoben haben. Der tropische Tierkreis beginnt beim Widderpunkt (mittlerer Frühlingspunkt, englisch first point of aries), der aus historischen Gründen nach dem Beginn des Tierkreiszeichens Widder benannt ist. Ob die Tierkreiszeichen nach den Sternbildern benannt sind, oder die Tierkreissternbilder nach zwölf Symbolen, ist nicht sicher bekannt.
- Außerdem verläuft die Ekliptik (die scheinbare Sonnenbahn) noch durch ein dreizehntes Sternbild, den Schlangenträger. Die dreizehn Ekliptiksternbilder des Zodiaks umfassen unterschiedlich große Sektoren auf der Ekliptik. Die Sektoren der zwölf Tierkreiszeichen hingegen sind alle (per Definition) exakt 30 Grad groß.

Es muss für astronomiegeschichtliche Untersuchungen zwischen Positionsangaben nach Sternbildern und nach Tierkreiszeichen unterschieden werden, beide Systeme waren in der Geschichte der Astronomie zu verschiedenen Zeiten oder in verschiedenen Traditionen üblich. Dasselbe gilt für astrologische Betrachtungen. Astrologie, bei der die Himmelskörper des Sonnensystems in Bezug zum Äquinoktium im tropischen Tierkreis gedeutet werden, bezeichnet man als tropische Astrologie.
 

Die Sternbilder sind eine menschliche Projektion auf dem dunklen Hintergrund des Alls. Sie wurden konstruiert, indem man die hellen Punkte der einzelnen Sterne durch gedachte Linien verband, obwohl sie weit von einander entfernt sind und astronomisch gesehen nichts miteinander zu tun haben. Der Mensch gab der Fülle von Lichtern am Himmel durch die Zusammenfassung zu Gruppen eine Struktur, was den Erscheinungen des Himmels einen identifizierbaren Charakter gab, siehe Mythologie, und zur Orientierung bei der Seefahrt diente.

Eine Erklärung für die Charakterisierungen der Tierkreiszeichen ist, dass sie aus den mythologischen Gestalten der Sternbilder entstanden sind und dass sie per Analogiedenken mit vertrauten Phänomenen in Verbindung gebracht wurden, und eine Merkhilfe in einem vertrauten Kontext darstellen.
Es gibt aber auch die gegenteilige Meinung, dass die Gestalten der Sternbilder so gewählt wurden, um die bekannte Charakterisierung des jeweiligen Himmelsabschnittes auf diesem festzuhalten. Die oft sehr konstruierte Art der dazugehörigen Sternbilder zum Sternzeichen und die Auswahl der Symbole, die im Gegensatz zu den anderen Sternbildern keine oder nur schwache einzelne mythologische Bezüge haben (z. B: Pices/Fische), stützt diese Theorie. Auch der Hinweis auf die mögliche Verbindung zu Herakles zwölf Heldentaten mit den Sternbildern verstärkt nur den Eindruck, dass es sich um eine gezielte Zwölfteilung der Ekliptik zu dieser Zeit gehandelt hat.

Insgesamt können die Tierkreiszeichen als vorwissenschaftliche Systematisierung der Himmelsbeobachtung und der Himmelsmechanik verstanden werden, die heute für die Astronomie unbrauchbar ist.

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